Januar 2016

Januar 2016

 

Das Jahr 2016 – ein neues Babylon?

Turm_Babylon

 

 

Dem Mythos – und sicher auch der geschichtlichen Vergangenheit zufolge – fand in sumerischer Zeit ein sagenumwobener Turmbau statt, der „Turmbau zu Babel“.

Die Menschen der alttestamentarischen, assyrischen Stadt Babylon - dem heutigen Irak, etwa 90 km südlich Bagdads – wollten einen für ihre damaligen Verhältnisse immensen Turm in die Höhe errichten, um Gott näher zu sein. Geschichtliche Funde sprechen von einem Gebäude das ca 91 Meter in die Höhe reichte.

Auch wird von der Geschichtsforschung berichtet, dass in solchen häufig erbauten Tempeln, in den oberen Bereichen eine heilige Hochzeit des obersten Herrschers mit einer Geliebten seiner Wahl stattfand und am Fuße dieses heiligen Gebäudes Chöre zur Verherrlichung dieses Aktes gesungen wurden.

Der Sage nach strafte Gott die Menschen ob Ihrer Maßlosigkeit, einen Turm zu errichten, um Gott näher zu sein. Das Menschengeschlecht sollte sich auf der Erde verbreiten und nicht in immer reicher werdenden Städtebildungen immer höher hinauf, gottgleich, der Selbstüberhöhung frönen.

Biblisch beschrieben, ersann daher Gott die Lösung, die Menschen, die bis dahin eine einheitliche Sprache führten und sich alle untereinander verstanden, plötzlich mit einem Sprachengemsich zu strafen, um den Turmbau zu beenden. Niemand verstand mehr den anderen. Der Bau wurde eingestellt.

Die Sprachenvielfalt entstand. Biblisch zeitlich eingebettet ist diese Geschichte nach der Sintflut, die schon einmal die Menschheit auslöschen sollte, um die Sünden der Gottentfremdung zu sühnen.

Das Sinnbild des Turms ist im Tarot auf der 16. Karte der großen Arkana abgebildet. Ein plötzlicher Blitz fährt vom Himmel herab und es fallen Menschen vom Turm zu Boden. Diese Karte kann so gedeutet werden, dass uns das Leben bei beständiger Nichtbeachtung unseres göttlichen Seelenwegs und unserer Lernaufgaben mit plötzlichen Situationen konfrontiert, die uns zunächst niederwerfen, um dann zum Handeln gezwungen zu sein.

Gemäß des Sprichworts: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.“

Wir können ein Problem oder ein altes Muster stets nur mit einem höheren Bewusstsein lösen, als es entstand.

Wenn man so will, leben wir so zu sagen in vier Ebenen, die uns ein Widererkennen unseres Selbst ermöglichen. Die physische Präsenz unserer Körper, die emotionale Struktur unseres Seins, unsere mentale Ausrichtung und eine Art Speicher für die Archivierung archaischer, kollektiver Menschheitserfahrungen. Physiker nennen das ein morphisches Feld, Esoteriker sprechen von Akaschachronik, Auraleser vom Kausalfeld.

Diese Vierheit ermöglicht es, uns selbst auf eine vierfache Weise zu erleben. Den Körper zu beobachten, wie er auf unsere Lebensgewohnheiten reagiert, unsere Emotionen zu prüfen, inwieweit wir souverän sind, unsere Glaubenssätze an der Realität zu prüfen und uns erkennend einzuordnen und letztendlich unsere tiefen unerklärbaren Urmuster zu erkennen, die uns rätselhaft erscheinen und unsere dunklen Urängste oder Sehnsüchte geheimnisvoll erscheinen lassen.

Vier Ebenen, die uns zur Wahl stehen, zu erkennen, was gewandelt werden muss, um nicht vom Schicksal schmerzhaft auf die eigene Evolution hingewiesen zu werden.

Die Vier ist im Tarot der großen Arkana die Karte der Stabilität, auch der Ordnung, der konservativen Kräfte. Auch der Starre – wenn die Stabilität übertrieben wird.

Ein vierfaches Festhalten auf allen Ebenen, die Weigerung zur Wandlung – oft wider besseren Wissens – führt nicht nur rechnerisch in die Qualität der 16 und somit zum gewaltsamen Wandel des Turms.

Diese wenigen philosophischen Betrachtungsansätze sind für das Jahr 2016 durchaus brauchbar.

Die Welt steht in jeder Hinsicht vor der Aufgabe, neue Türen zu öffnen. Wir brauchen neue Strategien, um aus den alten Mustern der Gier herauszufinden. Gefräßige Ausbeutung der Rohstoffe, rigorose Wirtschaftsexpansion auf Kosten armer und schwacher Verlierer, terroristische Territorialkriege, Rassen- und Religionskämpfe, Klima- und Umweltschutz-Ignoranz und so weiter und so weiter. Ich-Sucht überall. Auch das Festhalten an alten Strukturen aus Angst jedes Einzelnen von uns unterliegt der Sorge der Ich-Erhaltung, der Ich-Sucht. Egozentrierte Lebensformen und Betrachtungsweisen auf allen vier Ebenen führen uns in einen gewaltigen globalen Strukturbruch, der sich auf alle Lebensbereiche auswirken wird, wenn wir nicht schnellsten – eigentlich sofort - neue Wege gehen, die uns kollektiv ausrichten.

Es steht eine Globalisierung ganz besonderer Art ins Haus. Gerade die Völkerwanderung derzeit eignet sich hervorragend für diese Übungen auf allen Gebieten.

Die Welt hat darauf zu reagieren. Und zwar GLEICHZEITIG auf allen Ebenen. Da es sich um außen-, wie innenpolitische, welt- wie volkswirtschaftliche, gesellschaftliche, religiöse, rechtliche, ethische und individual-menschliche Probleme INTERNATIONAL handelt, müssen alle Register GLEICHZEITIG gezogen werden. Selbst wir als einzelne Bürger sind aufgefordert, insgesamt zu erkennen und für uns selbst zu reagieren.

Wir werden durch diese Entwicklung  stark darin geschult, uns über unsere physischen Existenzängste zu erheben. Wir können, wenn wir aufmerksam sind lernen, wie wir Ängste, Wut, Rachegefühle, und so weiter hinterfragen. Wir haben die Möglichkeit, Vorurteile und trennende Gedanken an der Realität unserer individuellen Erfahrungen zu prüfen. Wir haben die Möglichkeit, der gesamten Welt nun ein neues Gesicht zu verleihen. Und das sowohl als Innländer, wie als Zugewanderte.

An dieser Stelle kommt oft das Argument: „Ich würde ja gerne, aber der/die /das Andere……“ Und auch dieses Argument führen wir ebenso an wie „die Anderen“. Selbst unsere Politiker sind schon gelegentlich dazu übergegangen, die Verantwortung auf das Volk abzuwälzen, das seinerseits die Lösung ausschließlich von Seiten der Politik einfordert.

Wer oder was ist und macht POLITIK? Politik regelt das Gemeinwesen. Private wie öffentliche Belange. Wir sind sowohl private wie öffentliche Bürger und haben sowohl zum Gelingen des Zusammenlebens eine Bringschuld, wie eine berechtigte Forderung, und Führung und Unterstützung.

Leider funktioniert Wandel für uns selbst nicht, solange wir das Andere bewerten und auf die Wandlung des Anderen warten. Wandel für uns kann nur stattfinden, wenn wir uns selbst wandeln. Und somit allen anderen Menschen die Möglichkeit eines Beispiels geben. Das gilt für den Einzelnen ebenso wie das Gemeinwesen, Staaten, Staatenbünde.

Zu dieser derzeit wichtigen Evolutionsphase der Menschheit haben wir nicht ohne Grund eine neue, junge Generation in unserem Leben, die uns eine wunderbare Selbstverständlichkeit vorlebt.

Viele von ihnen zeigen uns, wie wir im JETZT ohne Generalvorurteile, ohne Zukunftsängste, ohne Unterjochung die Aufrichtigkeit und die reine Absicht leben können.

Wir haben Hausaufgaben zu machen.

Zum Überdenken dieser neuen Muster sei auf einige Channelings hingewiesen, die um den Jahreswechsel stattfanden und erstaunliche Informationen zur Verfügung stellen.

 

Zum persönlichen Quantensprung 2016 wünsche ich allen Erfolg mit wunderbaren Chancen zur Auflösung  alter Strukturen aus der eigenen Entscheidung heraus. Bevor der Turm zur Korrektur zwingt!

 

Sabine Richter im Januar 2016